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Erste Chance vergeben

January 23, 2018

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Derbytime im Ostschweizer Amateureishockey. Nach den positiven Resultaten in den letzten Spielen zeigen sich überraschend viele Zuschauer in rot-weiss-blauen Farben in der Uzehalle. Vor dem Spiel herrscht im Stadionrestaurant ein munteres "Hallo" zwischen Jung und Alt. Schön, dass auch altbekannte Gesichter wieder einmal den Weg an ein Auswärtsspiel gefunden haben. So erinnert man sich bei einem Kafi Lutz an ehemalige Derbies. Hier sind also tatsächlich mal einige farbige Papierfötzel aufs Eis geflogen, was damal den Verband in Rache brachte...

 

Punkt 20.00 Uhr versetzte der erste Puckeinwurf dann aber alle zurück in die Gegenwart. 61 packende Minuten Amateurhockey bekamen die 400 Zuschauer zu sehen. Richtige harte Derbystimmung kam diesmal auf dem Eis nicht auf. Es ging für Uzwil wohl um zuviel und Herisau liess den letzten Biss und Wille, hier den Meister zu zeigen vermissen. Trotzdem war es ein äusserst spannender Abend mit einem munteren Hin und Her.

 

Uzwil führte nach 20 Minuten mit 1:0. Fadri Lemm (ganz klar auffälligster Spieler in den Reihen der Hawks) netzte nach einem Bully und dem danach folgenden Abpraller vor Klingler die Scheibe ein. Im gleichen Spielabschnitt fehlten Lemm nur Milimeter für den zweiten Treffer. Die Torumrandung behielt Herisau im Spiel. Herisau enttäuschte. Fast alle Bullies verlor man, das Powerplay war schlicht und einfach harmlos. Vor dem gegnerischen Tor wurde viel im Kreis gespielt aber kaum gefährlich geschossen.

 

Im Mitteldrittel verzeichneten die Herisauer die besten Phasen. Nach einer Grosschance von Bommeli und einem Schuss von Speranzino ans Lattenkreuz (erster Fall für den Videobeweis) war der Ausgleich durch Pascal Rotzinger (ausgerechnet der Ex-Uzwiler) verdient. Nach schönem Zuspiel von Pace traff Roman Popp zum zwischenzeitlichen 2:1 aus Sicht der Gäste. Das "Momentum" war nun auf der Seiter der Appenzeller. Allerdings nur für kurze Zeit. Nach einem haarsträubenden Abwehrfehler bejubelten die Uzwiler den Ausgleich und waren zurück im Spiel. 14 Sekunden vor dem zweiten Pausentee traf erneut Herisau. Aerni (verdient als bester Herisauer gewählt) schoss die Scheibe mit einem satten Schuss ins Gehäuse der Uzwiler.

 

20 Minuten blieben also den Uzwiler noch. Für die "Hawks" galt: Alles oder nichts, wenn man weiter auf eine Playoffqualifikation hoffen wollte. Die Gastgeber agierten schlussendlich erfolgreich. Nach einem erneuten Bullyverlust von Herisau kam die Scheibe abgelenkt und somit unhaltbar auf Klingler geflogen. Beide Teams hatten bis am Schluss Chancen auf das game winning goal in der regulären Spielzeit. Die Herisauer bejubelten zwischenzeitlich den vierten Treffer. Koller hätte somit einen weiteren Boxplaytreffer in seine Statistik eintragen dürfen. Die Spielleitung gab den Treffer allerdings nach Diskussionen nicht. Zum zweiten Mal wäre der Videobeweis hilfreich gewesen. Kurz vor Spielende laufen zwei Herisauer alleine auf den Uzwil-Hüter zu. Man nutzte die Möglichkeit nicht. So entschied die Verlängerung, wer einen weiteren Punkt kriegt.

 

Die Overtime ist schnell erzählt. Bereits zum 6. Mal verlor Herisau das Zusatzdrittel. Diese schlechte Bilanz ist tragisch. Kein anderes Team der Liga spielt schlechter als die Herisauer, wenn um den Zusatzpunkt gefightet wird. Nach einer halbherzigen Abwehrreaktion kann der Uzwiler Jäppinen recht locker Klingler bezwingen. Herisau verliert mit 4:3 Toren nach Verlängerung und verpasst damit die vorzeitige Playoffqualifikation. Nach den Overtime Niederlagen gegen Bellinzona und Prättigau sprach man von einem gewonnen Punkt. Heute Abend muss man klar zwei verlorenen Punkten nachtrauern. Nächster "Matchball" für die Playoffquali und damit den Ligaerhalt gibt es am Samstag im Heimspiel gegen den EHC Arosa. 

 

Trotz Niederlage: Das Spiel war beste Werbung für den lokalen Eishockeysport. Diese Affichen haben einen speziellen Reiz. Vielleicht sollten die Führungskräfte der Regioleague mal solch Spielen beiwohnen, ehe man unverständliche Entscheide der Gruppenzusammenlegung für nächste Saison fällt, Traditionsvereinen mit drei Abstiegsteams das Messer an den Hals setzt und die Fans quer durch die halbe Schweiz hetzt.

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