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Von wegen Freunde aus Romanshorn

December 20, 2017

| verfasst von

Der SC Herisau sichert sich die drei Weihnachts-Punkte beim Direktduell am Strich gegen die Pikes EHC Oberthurgau mit einem 3:2 Sieg. Ein äusserst wichtiger Sieg für die Tabelle aber auch für die Moral. Nach einem schwierigen Saisonstart hält der leichte Aufwärtstrend beim SC Herisau somit auch kurz vor Jahresende an.

 

Das Spiel begann eher verhalten, die Teams neutralisierten sich oft. Erst zu Spielhälfte, in der 30. Minute eröffnete Andreas Ambühl (klar bester Pikes-Spieler am heutigen Abend) mit einem sehenswerten Treffer für die Gäste das Score.  Herisau's Bleiker gelang der Ausgleich und Marc Pace stand in doppelter Überzahl kurz vor Ende des zweiten Drittels goldrichtig am Pfosten. Er lenkte die Scheibe ins Netz und durfte den Führungstreffer bejubeln. Der letzte Spielabschnitt hatte es nun so richtig in sich und die rund 250 Zuschauer bekamen Einiges zu sehen: Emotionen, Pfostenschüsse, schöne Passkombinationen aber auch haarsträubende Fehler. Es entwickelte sich ein spannendes Amateurduell. Herisau hatte dabei in der 45. Spielminute hart zu beissen. Mit Timo Koller und Gianni Olbrecht nahmen gleich zwei Appenzeller auf der Strafbank Platz. Die Herisauer Stärke, der echte Kampfgeist siegte und verhinderte vorerst den Ausgleich der Gäste. 

 

Die Sache mit den Fehler

Wie bereits beim Auswärtsspiel am letzten Samstag leisteten sich die Herisauer Spieler einige verheerende Fehler. Aerni muss den erneuten Ausgleich der Pikes in der 50. Spielminute ganz klar auf seine Kappe nehmen. 5 Sekunden vor Schluss erlaubte sich einer der Koller Brüder wieder eine doofe Unaufmerksamkeit. Beinahe hätte Pikes-Star Ambühl schon wieder gedankt und sich ins Fäustchen gelacht. Zum Glück kam es nicht soweit. Herisau liess sich nämlich vom Ausgleichstreffer nicht irritieren. Ivan Hausamann traf 40 Sekunden später zum entscheidenden 3:2 Siegestreffer.

 

 Jubel im Sektor F - die Fans feiern den positiven Jahresabschluss

 

Die Sache mit den Freunden

Der SCH-Vorstand begrüsste im Matchprogramm harmonisch "die Freunde aus Romanshorn" zum nächsten Duell. Spätestens nach dem letzten Drittel ist wohl jedem Zuschauer klar, dass zwischen den beiden Teams keine Freundschaft besteht. Im Gegenteil. Die Fische aus Romanshorn erlaubten sich einige Unsportlichkeiten auf dem Eis und erhielten von den einheimischen Fans mit frechen Sprechgesängen die Quittung. Gegenseitig zeigte man sich die Stinkefinger, die Torhüterflasche flog ungeahndet, Stöcke schmetterten und ein Pikes-Spieler verliess genervt das Spielfeld frühzeitig in Richtung Dusche. Amateur-Derbystimmung vom Feinsten. Von Freundschaft kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil, die alte Rivalität lebte so richtig auf.

 

Die Sache mit dem Tor

Trotz aller Emotionen und dem packenden Spiel: Einer hat am heutigen Abend allen Akteuren die Show gestohlen.Ernst Waelli, langjähriger SCH-Helfer und Fan kam heute zum ganz grossen Auftritt. Auf der Strafbank eingeteilt musste er bei Spielunterbruch das Tor hinter Klingler besser verankern. Mit dem Bohrgerät im Arm tapselte der Herisauer, beobachtet von allen Zuschauern, ganz langsam mit vorsichtigen Schritten zum Einsatzort. Sichtlich nervös bewegte er sich auf der eisigen Oberfläche. Ein köstliches Bild! Weder ein SCH-Spieler noch die Refs halfen beim weiten Weg zum Tor. Das Publikum amüsierte sich und dankte für den Einsatz mit einem tosenden Applaus. Wenn selbst die ganze Sitzplatztribüne laut applaudiert, dann heisst das etwas. Wälli, you made our day! Danke!

 

Mit dem Sieg der unbezahlten Leidenschaftstruppe gegen die rich-Kids aus Romanshorn beendet der SC Herisau das Jahr 2017 sehr versöhnlich. Wir erinnern uns gut an die emotionalen Momente (z.B. das Derby gegen Rheintal!) der Playoffs im Frühjahr. Wir denken zurück an harte Standortbestimmungen in der höheren Liga mit einigen (unerwarteten) schönen Überraschungen (z.B. der Sieg in Arosa). Die Mannschaft belegt zum Jahresende mit Rang 7 einen Playoffplatz. Nicht alle haben das dem Team von Markus Rechsteiner zugetraut. Die Situation zeigt sehr schön, dass im Amateursport Geld allein kein Erfolg garantiert. Teamgeist und 100%igen Einsatz haben das SCH-Jahr 2017 geprägt. Ob der SC Herisau einen Playoffplatz halten kann, wird sich zu Beginn des neuen Jahres rasch zeigen. Zuzutrauen ist das Unterfangen der Mannschaft durchaus.

 

Nun geniessen Spieler, Funktionäre und Fans ein paar hoffentlich erholsame Tage im Familienkreis. Der Fanclub-Vorstand dankt dem Team für den aufopfernden Kampf zu Gunsten von rot-weiss-blau und den Fans für die unermüdliche Treue. Wir wünschen euch frohe Festtage und freuen uns auf eine spannende Finalissima der Qualifikationsrunde.

Zäme simmer stark- zämä schaffed mer d Playoffs! Nüd logg loh gwönnt ebe!

 

Wer über die Festtage die Jahresplanung 2018 in Angriff nimmt: Plant die Fanfahrten am 13. Januar nach Bellinzona und am 4. Februar nach Kaufbeuren ein. Mer freuet üs uf eui!
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